Meine Biographie 
als Harrison Ford

Harrison Ford wurde am 13. Juli 1942 in Chicago, Illinois / USA geboren. Ford selbst beschrieb seine Jugend als absolut nicht ungewöhnlich. Er war "ein typisches Produkt des Mittelwestens, der in eine typische Familie der Mittelschicht hineingeboren wurde."

Eine kleine Anmerkung vorweg über das frühe Leben von Harrison Ford: Er war absolut kein Fan davon, sich Filme anzusehen. Filme berührten ihn in keinster Weise, obwohl er und sein jüngerer Bruder Terrence in der Jugendzeit häufiger ins Kino gingen. Als für Harrison die Teenager-Zeit anbrach, änderte sich seine Einstellung zum Ins-Kino-Gehen ein wenig - allerdings nur aus dem Grund, daß man sich dort mit den Mädchen traf :-)

Ford war ein ein typischer High-School-Außenseiter: Ein ruhiger, schüchterner Junge, der während seiner Jugendzeit eher ein Einzelgänger gewesen ist. Aus diesem Grund wurde er auch nahezu die ganze Zeit während der High School schikaniert. In seinen eigenen Wörtern "Ich war nicht sehr groß und kräftig zu der Zeit. Die anderen Jungen hielten zusammen und warfen mit in jeder Pause vom Parkplatz aus in das Unkraut direkt daneben."

Ford wurde mit dem Laufe der Zeit zugänglicher, obwohl er ziemlich schüchtern blieb: er besuchte die High-School-Parties und beteiligte sich an Schul-Aktivitäten. Dennoch blieb er ein Außenseiter, der bei den Mädchen nicht sehr populär war.

Ford graduierte an der High-School 1960 und besuchte danach das College, nicht weil ein unbändiger Ehrgeiz ihn dazu antrieb, sondern weil seine Lehrer es von ihm erwarteten. Er entschied sich zum Besuch einer kleinen liberalen Kunstschule - der Hochschule Ripon, in Wisconsin. Wegen seiner Faulheit und unakademischen Motiviertheit bewegte er sich immer nahe an einem Rausschmiß - dieser folgte dann auch wegen einer nicht bestandenen Prüfung über den Schriftsteller Edward Alby ... drei Monate vor seiner Abschlußprüfung.

Eine Gutes hatte der Alptraum College aber doch für Ford: er begann, Dramakurse zu belegen. Schüchtern wie er nun mal war, bedeutete dies eine große Überwindung für ihn: Er war jedesmal schweißgebadet, wenn er auf der Bühne stand und schauspielerte. Aber irgendwie zog ihn die Bühne dann doch an und der Gedanke ein Schauspieler zu werden, setzte seiner Zukunft als Einzelperson der Arbeitergesellschaft ein Ende. Während des Sommers 1964 trat er den "Belfry Players" bei und spielte eine Sommer-Saison mit.

Am 26. Juni 1964 hatte Harrison Ford seinen ersten professionellen Auftritt als Schauspieler. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, wie nachhaltig dies sein Leben verändern würde.


Ford wechselte zusammen mit seiner Hochschulfreundin (und zukünftigen Frau Mary Marquardt) an die Westküste, um dort eine Anstellung als Schauspieler zu finden. Es sollte eine schwierige Aufgabe werden.
Strenggenommen war das Einzige, was Harrison über das Schauspielern wußte, war, daß man nach Hollywood gehen mußte, um eine Anstellung zu erhalten. Zum damaligen Zeitpunkt träumte er davon, in einer TV-Show aufzutreten.

Während seiner Suche nach einem Job als Schauspieler hielt sich Ford mit mehreren unterschiedlichen Tagesjobs über Wasser. Er erhielt nicht viele Angebote in dieser Zeit, mit Ausnahme eines 7-Jahres-Vertrages mit Columbia Pictures für 150 $ die Woche. Dieser Vertrag wurde ihm angeboten, nachdem ein Talentspäher Harrison Ford im Laguna Beach Playhouse entdeckte; dieser Späher schien die einzige Person zu sein, die das Talent von Harrison Ford wirklich verstand.

Der erste tatsächliche Film des jungen Schauspielers war Dead Heat. Sein ganzer Text bestand aus drei Zeilen: Telefon für Mr. Jones, Mr. Jones und noch einmal Telefon für Mr. Jones. (Anmerkung: Ironie, daß Indiana Jones später einmal von ihm dargestellt werden wird)

Man kann kaum sagen, daß dies ein eindrucksvoller Einstieg in die Schauspielerei gewesen ist. Nach zahlreichen Nebenrollen in kleinen Filmen wurde sein Vertrag mit Columbia Pictures aufgelöst, weil er nach Aussage eines Verantwortlichen bei Columbia Pictures "kein schauspielerisches Talent besäße!".

1967 unterzeichnete Ford einen ähnlichen Vertrag mit den Universalstudios; diese verfolgten eine andere Politik als Columbia Pictures - sie versuchten, ihre unter Vertrag genommenen Schauspieler in Fernsehrollen unterzubringen.

Auch wenn Ford in zahlreichen Rollen (zugegebenermaßen kleine Rollen) in den damals aktuellen Fernsehserien Fernsehens (The Partridge Family, Gunsmoke, Kung Fu, and The Virginian) agierte, konnte er mit diesen kleinen Nebenrollen nicht seine Familie ernähren, zu der inzwischen auch sein Sohn Benjamin gehörte.


1974 entschloß Ford sich, der Schauspielerei den Rücken zu kehren und wurde zu einem Schreiner. Die hierfür benötigten Fähigkeiten eignete er sich autodidaktisch durch das Studium von ausgeliehenen Büchern an und perfektionierte seine Fähigkeiten beim Bau des eigenen Hauses. Er genoß seinen neuen Beruf.

Man kann Ford als Schreiner der Stars bezeichnen: Nach seinem ersten Job (dem Aufbau eines Aufnahmestudios) für den brasilianischen Komponisten Sergio Mendes, wurden seine handwerklichen Fähigkeiten per Mundpropaganda in Hollywood verbreitet. Die meisten seiner Aufträge kamen von Leuten aus dem Showbusiness. Nachdem er auf diese Weise Geld verdiente, begann Ford auch wieder über die Schauspielerei nachzudenken und kleiner Rollen wieder anzunehmen - nicht um des Geldes willen, sondern, weil er es wollte.

Schließlich kam Harrisons großer Durchbruch: Einer seiner Klienten, Fred Roos, war ein Besetzungsdirektor bei Universal Pictures, besorgte ihm eine Rolle in einem Film des damals unbekannten Regisseurs George Lucas "American Graffiti". Ford erhielt für die Rolle des Bob Falfa 50 $ die Woche. Der Film war der Überraschungserfolg 1973, und Ford fand sich unversehener Dinge ganz oben in der Welt des Filmes.
Roos gab Ford noch einen Tip für eine weitere Rolle: die des Schmugglers Han Solo.

Ford machte sich eigentlich keine Illusionen darüber, die Rolle von Han Solo im Krieg der Sterne zu erhalten. Aber wie das Schicksal so spielt: zu der Zeit, wo von George Lucas die Probeaufnahmen / Besetzungsgespärche für den Krieg der Sterne geführt wurden, sollte Harrison Ford in genau dem Studio den Eingang neu herrichten.

Ford stand auf der George Lucas' Liste der Anwärter für die Rolle des Han Solo nicht weit oben. Aber drei oder vier Tage vor der abschließenden Besetzung, wurde Ford gebeten, einen Teil des Skriptes mit einer Schauspielerin zu lesen, die für den Part der Prinzessin Leia vorsprach. Als George Lucas Harrison Ford anrief, um ihn zum Vorsprechen zu bitten, arbeitete Ford gerade am Haus von Sally Kellerman. Nachdem Ford den Aufruf entgegengenommen hatte, verließ er so schnell das Haus, daß er alle seine Werkzeuge dort ließ. Kellerman hat sie noch auf als Souvenir heute. Zum großen Erstaunen von Harrison gab Lucas ihm die Rolle als Weltraumschmuggler Han Solo.


Ford hatte eine gute Zeit während des Drehens von Krieg der Sterne. Nachdem die Ödlandszenen Tatooine in Tunesien abgeschlossen waren, zog die Mannschaft nach London um. Obgleich er seiner Schüchternheit treublieb, sorgte Ford während der Dreharbeiten für eine gute Atmosphäre. Seine Witze und Späße ließen die englische Mannschaft denken, er sei geisteskrank - ein Vorwurf, der ihn nur am Rande interessierte.

Seine Zukunft als Schauspieler wurde besiegelt, als der Krieg der Sterne am 25. Mai 1977 in den Kinos anlief. Der Film war ein absoluter Kinoschlager - der Traum eines jeden Merchandisers.

Ford hatte jetzt finanzielle Sicherheit für sich und seine Familie (die sich in der Zwischenzeit um Sohn Willard vergrößert hatte); Harrison Ford wurde über Nacht zu einem Gesicht, das auf der gesamten Welt bekannt war.

Die Karriere Harrisons verlief danach trotzdem ein wenig schleppend. Er nahm schlechte Rollen an, obwohl sein Motiv hierzu (sich nicht auf einen bestimmten Typ festlegen zu wollen) durchaus nachvollziehbar war. Er nahm die kleine Rolle des Ken Boyd im Film Heroes an - ein Film der an den Kassen ein totaler Flop wurde. Er nahm dann eine andere kleine Rolle in Apocalypse Now an. Eine gute Sache geschah während dieses Zeitabschnitts jedoch: Ford traf Screenwriter Melissa Mathison, die, nach dem Bruch der Ehe mit Mary Marquardt, seine Frau wurde. Ford und Mathison sind seit 1983 miteinander verheiratet.

Der Film Das Imperium schlägt zurück beflügelte dann die Karriere von Ford wieder. Die Rolle von Han Solo war sehr viel breiter und wichtiger für den gesamten Film angelegt. Nach Beendigung der Dreharbeiten war Ford mit seiner Leistung sehr zufrieden. Das Imperium schlägt zurück war - trotz einer chaotischen Produktion des Films - genauso erfolgreich wie sein Vorgänger Krieg der Sterne.


Im Sommer 1977 entwickelten George Lucas und Steven Spielberg zum ersten Mal die Figur Indiana Jones, einem abenteuerlichen, und nahezu unsterblichen / unverwundbaren Archäologen. Die erste Wahl von Lucas und Spielberg zur Besetzung der Rollen von Indiana Jones war Tom Selleck. Da aber CBS ablehnte, Selleck aus seinem Vertrag für die Fernsehserie Magnum freizugeben, wurde die Rolle schließlich an Ford vergeben.

Harrison Ford übernahm in diesem Film überraschenderweise einen Großteil der Stunts selber, mit Ausnahme der Stunts, die fatal hätten enden können. Er wurde sehr geschickt im Umgang mit der berühmten Jones Peitsche!

Jäger des verlorenen Schatzes brachte ihm die größte Beachtung in seiner bisherigen Karriere. Er wurde als "Star" anerkannt. Dieser Starrummel berührte Ford jedoch eher peinlich und er versuchte infolgedessen immer wieder, Rollen anzunehmen, in denen sein Charakter nicht dem All-American-Hero entsprach.   Unglücklicherweise für ihn (glücklicherweise für alle Zuschauer) floppten diese Filme meist.


Blade Runner war ein solcher Film. Ford nennt ihn den einzigen Film, mit dem er überhaupt nicht glücklich war.
Der Film ist heute dennoch ein Kult-Klassiker

Nach Blade Runner spielte Ford wieder die vertraute Figur Han Solo in Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Zunächst wollte Ford in diesem Sequel nicht mitspielen. Der dritte Film konzentrierte sich zumeist auf die Entwicklung des Charakters von Luke Skywalker.

Der Grund, warum Han Solo am Ende des zweiten Teils in Carbonit eingefroren wurde, lag darin begründet, daß George Lucas sich nicht sicher war, ob Ford für einen dritten Teil unterzeichnen würde. Nach zahlreichen Vorstößen von Lucas tat Ford es schließlich - der Film war natürlich ein sehr großer Erfolg.

Nach der Rückkehr der Jedi-Ritter wurde der zweite Teil der Indiana Jones Abenteuer gedreht - Tempel des Todes.

Das Team Lucas unternahm große Anstrengungen, um diesen Film wo gut wie seinen Vorgänger und doch irgendwie anders zu gestalten. Die Dreharbeiten gestalteten sich zudem weitaus schwieriger, da sich Ford einen Rippenbruch zuzog. Kurioserweise zog er sich diese Verletzung nicht bei den waghalsigen Stunts zu (Springen aus einem Flugzeug oder das Abstürzen mit der Hängebrücke), sondern bei dem Versuch, das Elefantenreiten zu perfektionieren. Harrison mußte dem Set für sechs Wochen zum Auskurieren der Verletzung fernbleiben.


Um dem Image als typischer Held entgegenzutreten, fing Ford an, nach einer Rolle zu suchen, in der seine Fähigkeiten als ernster Schauspieler deutlich würden; das Resultat dieser Suche war der Film Der einzige Zeuge, eine mysteriöse Mord- und Liebes-Geschichte, die in einer Amish Gemeinschaft spielt. Ford war besorgt hinsichtlich der Akzeptanz des Filmes ... konnte er einen vollständigen Film mit "nur" seinen schauspielerischen Fähigkeit tragen?

Wie sich herausstellte, waren die Sorgen unbegründet. Der Film war ein Erfolg. Die schauspielerische Leistung Fords wurde durch die bisher einzige Oscar-Nominierung für den besten männlichen Schauspieler 1985 honoriert.

Nach dem Erfolg mit Der einzige Zeuge schickte Ford sich an, weitere Anti-Hero-Rollen anzunehmen. Nachdem er Vorschläge zurückgewiesen hatte, nahm er eine Rolle als Fuchs Allie in Mosquito Coast an. Der Film zentrierte sich um die Person Fuchs, die davon überzeugt ist, daß Amerika dem Verfall nahe ist und daher mit seiner Familie in den Dschungel der Moskitoküste auswandert, einem Streifen in Mittelamerika, der sich von Guatemala bis nach Panama zieht. Der Film war jedoch ein großer Reinfall - nicht nur von der Zuschauerresonanz, sondern auch von Seiten der Kritiker.


Harrison und seine zweite Frau, Melissa Mathison, waren wegen ihrer Abneigung zu Hollywood (dem sozialen Leben und der gesamten Stadtatmosphäre) zusammengekommen. Er träumte von einer Flucht aufs zum Land. 1985 schließlich erfüllte sich dieser Wunsch: Nachdem er 800 Morgen unentwickeltes Land sieben Meilen von der Stadt Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming gekauft hatte, zog er in ein Bauernhaus um. Sein Haus unterscheidet sich kaum von dem der meisten anderen ländlich lebenden Amerikaner kein unterschiedliches. Harrison Ford und seine Frau sind in der Gemeindearbeit sehr aktiv.

Ford und Mathison haben zwei Kinder, Malcolm (1987) und Georgia (1990). Ford versucht immer, daß er seine Kinder zu Dreharbeiten mitzunehmen. Er wünscht, daß seine Kinder ihren 'wirklichen Vati' kennen, und nicht den, den sie in die Filme sehen; er scheint diesbezüglich erfolgreich zu sein, denn "wann immer Georgia mich auf dem Bildschirm sieht und jemand fragt sie, 'Wer das ist ?', sie sagt, ' das ist mein anderer Vati.'".

Nach dem Film Mosquito Coast übernahm Ford eine Rolle im psychologischen Thriller Frantic. Ford traf den Regisseur Roman Polanski in Paris mit seiner Frau. Melisse Mathison sollte Polanski treffen, um ein Skript mit ihm zu besprechen, das sie für einen vorgeschlagenen Film schrieb, der auf dem Karikatur-Hero " Tin-Tin " basierte. Der Film wurde nie verwirklicht.


Ford hingegen bekundete Sympathie für ein Skript, das Polanski zu verfilmen dachte: Frantic. Er spielte Richard Walker, einen typischen Ford-Helden. Das Skript zentriert sich auf einem Mann, der nicht imstande ist, seine Frau zu schützen. Der Film war nie wirklich erfolgreich in Amerika, obgleich er vom europäischen Publikum gut angenommen wurde.

Harrison folgende Rolle war unterschiedlich zu jeder anderen Rolle, die er vorher gespielt hatte. Er übernahm die Rolle von Jack Turner in Die Waffen der Frauen, einer romantischen Komödie mit Melanie Griffith und Sigourney Weaver. Es war seine erste Nebenrolle seit dem Film Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Zudem war es eine Komödie und er konnte seine komischen Fähigkeiten deutlicher herausstellen als in irgendeinem seiner anderen Filme. Working Girl wurde durch das Publikum gut angenommen und entwickelte sich zu einem heißesten Date-Filme des Jahres. Er wurde auch als einer der besseren Filme von 1988 gepriesen.


1989 wurde das dritte Kapitel der Indiana Jones Abenteuer gedreht - Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Das Film gibt Aufschluß über das vorher im Dunklen liegende Familienleben von Indiana Jones, indem Sean Connery als Henry Jones Senior eingeführt wird.

Die Dreharbeiten waren ein Spaß für alle Beteiligten. Ford und Connery - beide eher bekannt für ihre Trockenheit - brachten die Dreharbeiten ein ums andere Mal mit ihren Späßen zum Erliegen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Szene, in der Indy und sein Vater versuchen, als Touristen an Bord eines Zeppelins den Nazis zu entgehen.

Die Temperatur am Drehort in Spanien übersteigen leicht 100 Grad Fahrenheit; Ford und Connery fühlten sich in einer ledernen Jacke und Tweedhose mehr als unwohl. Weil für diese Szene die Kameraeinstellung nur auf den Oberkörper fixiert war, entledigte Connery sich seiner Hosen, um sich der Hitze zu entlasten. Ford war anfangs entsetzt, aber tat schließlich dasselbe. Keiner der Schauspieler verpatzte trotz der ungewöhnlichen Situation einen Satz aus dem Dialog. Der Film insgesamt erschien wesentlich humoriger als die ersten beiden Teile und wurde sowohl ein Erfolg an der Kritiker-Front als auch an der Publikums-Front.


Fords nächsten zwei Rollen waren zu seinen vorhergehenden unterschiedlich.

Das erste war die Hauptrolle in Aus Mangel an Beweisen. Er spielte die Rolle von Rusty Sabich, einen Staatsanwalt, der der Ermordung einer Frau beschuldigt wird, mit der er eine leidenschaftliche Affäre hatte. Den Roman hatte vorher als unverfilmbar gegolten - also ein gewisses Risiko bestand. Aber: Der Film war ein Erfolg in jeder Hinsicht.

Die zweite Rolle, in der Ford von seinen normalen Rollen abwich, war die von Henry Turner, im Film In Sachen Henry. Turner ist ein erfolgreicher aber rücksichtsloser Rechtsanwalt, der alles tut, um seine Fälle zu gewinnen. Aber ein einziger Gewehrschuß nimmt Henry sein Gedächtnis. Kann er von vorne beginnen? Ford wollte nach dem Erfolg von Working Girl schon seit langem einen anderen Film mit Regisseur Mike Nichols drehen. Er war regelrecht begeistert von der emotionalen Natur des Skriptes. Jedoch traf der Film nicht den Geschmack der Kritiker und des Publikums .. zum Entsetzen von Ford und Nichols.


1991 übernahm Ford die Rolle von Jack Ryan in Die Stunde der Patrioten, einem Action-/Politikthriller. Ford wird in diesem Zusammenhang zitiert: "Ich habe eine Menge Schreibtischarbeiten gemacht - nun ist es wieder Zeit, sich im Schlamm zu wälzen." Ein Zeichen, daß es ihn wieder vermehrt zu Action-Filmen hinzieht.

Jack Ryan war ein weiterer American Hero, der am Anfang des Filmes im Alleingang die britische königliche Familie rettet, und daraufhin von IRA-Terroristen bis zum Ende des Filmes gejagt wird.

Harrison folgender Film, Auf der Flucht, war wieder ein großer Kassenhit. Er wurde von der populären Fernseh-Serie adaptiert. Ford spielte hierbei den nervösen Dr. Richard Kimble, der des Mordes an seiner Frau beschuldigt wird und daraufhin vor dem Gesetz flüchtet. Die schauspielerische Leistung Fords wurde von der Kritik mit Beifall bedacht, aber Tommy Lee Jones gewann verdientermaßen einen Oscar für den besten Nebendarsteller. Der Film gehörte zu den oberen dreißig Kinofilmen aller Zeit, als er 1993 in die Kinos kam.

Die "Fortsetzung" der Stunde der Patrioten kam 1994 in die Kinos. Ford übernimmt in Das Kartell wieder die Rolle als Hero Jack Ryan. In diesem Film kämpft Ryan gegen das südamerikanische Drogenkartell anstelle vom IRA heraus. Es gibt wirklich nicht viel über diesen Film zu sagen, ausgenommen daß er gut in der Kasse tat.


Als nächstes spielte Harrison Ford die Rolle von Linus Larrabee im Remake von Sabrina, einer romantischen Comedy. Ford wurde für den Golden Globe nominiert; dennoch lief der Film nur mäßig und wurde nicht zu einem echten Kassenschlager.

1996 war Ford in erster Linie mit den Dreharbeiten zu Vertrauter Feind beschäftigt, einem action-orientierten Thriller mit Brad Pitt in der zweiten Hauptrolle. Im Film spielte Ford Tom O'Meara, einen alten
New York City-Cop, der einen Iren in seinem Haus aufnimmt.

Die Dreharbeiten wurden ohne fertiges Skript begonnen, und es dauerte viel länger als erwartet, den Film im Kasten zu haben. Brad Pitt beschwerte sich lautstark in der Öffentlichkeit über den Regisseur und das Skript. Trotz aller Schwierigkeiten wurde der Film zu einem Erfolg an den Kinokassen all around the world.


Harrison ersetzte dann Kevin Costner im Film Air Force One, in dem er den 'ass-kicking President' (Zitat David Letterman) verkörpert. Es war wieder einmal eine Rolle des amerikanischen Helden. Der US-Präsident muß sein eigenes Leben an Bord seiner entführten Maschine Air Force One riskieren, um zum einen das Leben seiner gekidnappten Familie zu retten, und zum anderen, um die Welt vor den Kasachischen Terroristen zu bewahren. Der Film war eines der Kinoereignisse des Sommers.

Fords (bisher) letzter Film war 6 Tage, 7 Nächte mit Anne Heche. Dieser Film kam im Sommer 1998 zusammen mit vielen anderen viel beachteten Filmen in die Kinos. Nicht nur deshalb blieb der Film hinter den Erwartungen zurück. Zwar hatte Ford die Gelegenheit, sein komisches Talent wieder einmal zur Schau zu stellen, aber auch dies konnte das eher dünne Skript nicht vergessen machen. Wer nicht mit allzu großen Erwartungen ins Kino gegangen ist, wurde auch nicht enttäuscht..


Im Moment steht Ford für den Film Random Hearts mit Kristin Scott Thomas vor der Kamera. Das voraussichtliche Erscheinungsdatum ist der Sommer '99. Weitere anstehende Projekte sind ein weiterer
Jack Ryan - Film und der lang erwartete Indy IV.



Ach so ... Ihr wolltet wissen, wer sich hinter dem Han Solo im Sharelook-Chat verbirgt ...

auch gut ...

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© 2000 Han Solo; hansolo@hansolo.de; Originaltext der Biographie ist entnommen der Internet Movie Database. (us.indb.com)